Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Anwendungsbereich
1.1 Das Unternehmen Wedding Song, Susanne Geisler, Swinemünder Strasse 55, 13355 Berlin, (im Folgenden Auftragnehmer) komponiert im Auftrag ihrer Kunden (im Folgenden Auftraggeber) exklusive Musikstücke für Hochzeiten. Die nachstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“)
gelten für alle veranlassten Auftragskompositionen. Diese AGB sind wesentlicher Bestandteil des Auftrages bzw. abgeschlossenen Vertrages mit dem Auftragnehmer. Abweichende Geschäftsbedingungen des Auftragnehmers sowie Änderungen und Ergänzungen dieser AGB haben nur Gültigkeit, soweit sie vom Auftraggeber schriftlich anerkannt wurden. Dies gilt auch, wenn den Geschäfts- und/oder Lieferungsbedingungen des Auftrag-nehmers vom Auftraggeber nicht ausdrücklich widersprochen wurde. 


1.2 "Komposition" und „Werk“ im Sinne der AGB dieser Geschäftsbedingungen sind sämtliche Werke des Auftragnehmers, gleich in welcher Schaffensstufe oder in welcher technischen Form sie vorliegen (Notiertes Motiv, Partitur, Layout oder Produktion auf Ton- und/oder Bildtonträger).

2. Beauftragung
2.1 Die Angebote von Auftragnehmer sind freibleibend und unverbindlich. Aufträge gelten erst mit schriftlicher Auftragsannahme durch Auftragnehmer (z.B. Auftragsbestätigung per E-Mail ausreichend) als angenommen.

2.2 Zur Gewährleistung der Einhaltung der Ablieferungsfrist soll die Beauftragung mindestens 6 Monate vor dem vertragliche vereinbarten Ablieferungstermin (idR 2 Monate vor dem Hochzeitstermin) liegen.

3. Herstellung des Werkes und Durchführung der Produktion
3.1 Auftragnehmer wird für Auftraggeber auf Basis des angenommenen Angebotes und der zuvor gesammelten künstlerischen Vorgaben ein Stück komponieren.

3.2 Auftragnehmer wird dem Auftraggeber anschließend ein Demo von dem Werk erstellen, um dem Auftraggeber unabhängig von der Auswahl des Leistungspaktes digital, live oder hyprid-Produktion vor dem Mixing und Mastering des Werkes die Möglichkeit der Feinabstimmung zu geben.

3.3 Der Auftragnehmer unterrichtet den Auftraggeber insbesondere auf 
entsprechende Anforderung des Auftraggebers – zeitnah und umfassend über den jeweiligen Auftragsstand, die daraus resultierende Auftragsentwicklung sowie über erforderliche Auftragsentscheidungen, die eine Unterrichtung oder Mitwirkung des Auftraggebers erforderlich machen. Dies bezieht sich insbesondere auf eine Übersicht über die Veränderung der Leistungs-, Termin- und Kostenstände einschließlich der voraussichtlichen Entwicklung und Vorschläge der zu ergreifenden Maßnahmen zur Wiederherstellung des termingerechten Auftragsablaufs, soweit Verzögerungen erkennbar werden. 


3.4 Auftragnehmer verpflichtet sich, bei Durchführung eines Auftrages größtmögliche Sorgfalt walten zu lassen und über bekannt gewordene Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu bewahren. Schadenersatzansprüche gegen Auftragnehmer sind nur bei grob fahrlässigem Handeln oder Vorsatz möglich; der Ersatz eines etwaigen mittelbaren Schadens ist ausgeschlossen.

3.5 Der Auftragnehmer kann zu Erfüllung des Auftrages in Absprache mit dem Auftraggeber qualifizierte Fachkräfte heranziehen (sog. Erfüllungsgehilfen). 


4. Lieferung und Abnahme
4.1 Der Auftragnehmer ist verpflichtet, einen technisch einwandfreien und für Abspielzwecke geeigneten Tonträger zum vertragliche vereinbarten Zeitpunkt abzuliefern.

4.2 Der Auftraggeber ist verpflichtet, die Komposition von Auftragnehmer unverzüglich nach Übergabe zu untersuchen. Mängelrügen müssen schriftlich unter genauer Beschreibung der Beanstandung erfolgen und spätestens innerhalb von 2 Wochen nach Übergabe des Werkes an den Auftraggeber eingegangen sein. Danach gilt das Werk in Bezug auf Mängel als vertragsgemäß und mängelfrei geschaffen. Für nicht erkennbare Mängel gilt die gesetzliche Verjährungsfrist. Eine Zurück-weisung der Komposition aus künstlerischen Gründen ist nicht möglich.

5. Urheberrechtliche Nutzungsrechte und Leistungs-schutzrechte
5.1 Je nach individueller Paketvereinbarung überträgt der Auftragnehmer an den hergestellten Kompositionen Nutzungsrechte an den Auftraggeber non-exklusiv oder exklusiv.

5.2 Der Auftragnehmer überträgt die Nutzungsrechte frei von Ansprüchen Dritter, insbesondere auch frei von persönlichkeitsrechtlichen Einwendungen und Vergütungs-ansprüchen Dritter. Der Auftragnehmer bleibt berechtigt, die Komposition für eigene Demonstrationszwecke (Showreel, Demotape, Website) zu verwerten.

5.3 Soweit der Auftrag die Durchführung der Werkaufnahme als Produktionsbeauftragter umfasst, schließen die an den Auftraggeber übertragenen Rechte sämtliche dem Komponisten selbst, den beteiligten Interpreten und den sonstigen Mitwirkenden an der Werkaufnahme zustehenden übertragbaren Rechte und Ansprüche, insbesondere sämtliche Leistungs-schutzrechte ein. Unberührt bleiben die Ansprüche, die der Auftragnehmer in seiner Eigenschaft als Komponist, die ausübenden Künstler und sonstigen Leistungsschutzberechtigten aufgrund ihrer Verträge mit der GEMA bzw. GVL haben.

5.4 Der Auftragnehmer überträgt dem Auftraggeber urheberrechtliche Nutzungsrechte zu dem vertraglich vereinbarten Zweck. Die Übertragung darüber hinausgehender Nutzungsrechte (inhaltlich, zeitlich, räumlich) bedarf für jeden Einzelfall einer besonderen schriftlichen Vereinbarung. Ohne vorherige schriftlicher Einwilligung des Auftragnehmers ist der Auftraggeber insbesondere nicht berechtigt die Komposition umzugestalten, zu bearbeiten, neu aufzunehmen oder mit Bild-, Text- und/oder Tonmaterial eines anderen Produktes als dem vertraglich vereinbarten zu synchronisieren. Jedwede kommerzielle Nutzung des Stückes und oder sonstige Verbreitung oder Veröffentlichung außerhalb des vertraglich gewährten Zweckes ist nicht erlaubt.

5.5 Bei der Verwendung der Komposition hat der Auftragnehmer Anspruch, in von ihm nach billigem Ermessen zu bestimmender, branchenüblicher Weise als Urheber bezeichnet zu werden (Beschriftung sämtlicher Sendekopien, Copyright- Vermerk im Vor-oder Abspann bei Bildtonträgern u.ä.). Der Auftraggeber ist ohne schriftliche Mitteilung an den Auftragnehmer nicht berechtigt, den vom Auftragnehmer verwendeten Titel einer Produktion zu verändern.

5.6 Nutzungsrechte an zur Verfügung gestellten Demoversionen werden nicht übertragen.

6. Zahlungsbedingungen
6.1 Der Auftragnehmer erhält ein für den jeweiligen Einzelauftrag gesondert 
festzulegendes Honorar. Soweit ein Stundenhonorar vereinbart ist, werden 
pro Arbeitstag maximal acht Stunden vergütet.

6.2 Zur Deckung bereits vor Produktion anfallender Kosten (u.a. Reservierungen von Musikern, Studios) erhebt Auftragnehmer mit Abschluss des Vertrages eine Anzahlung in Höhe von 40 % des im Angebot enthaltenen Preises. Hierüber stellt der Auftragnehmer eine Rechnung.

6.3 Die Herstellung von Demonstrationsaufnahmen und die Produktion/Mixing/Mastering der Werkaufnahme sind eigenständige Leistungen des Auftragnehmers. Sie können, soweit sie in dem erteilten Auftrag nicht enthalten sind und vom Auftraggeber zusätzlich gewünscht werden, vom Auftragnehmer gesondert in Rechnung gestellt werden.

6.4 Durch den Auftrag anfallende Nebenkosten (z.B. Reisekosten für Solisten oder Vokalisten, Spesen) gehen zu Lasten des Auftraggebers. Soweit nicht im Angebot kalkuliert werden sie nicht ohne Absprache mit Auftraggeber von Auftragnehmer in Auftrag gegeben.

6.5 Sämtliche Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungszugang zur Zahlung fällig. 
Zahlungen müssen kostenfrei auf das auf der Rechnung angegebene Bankkonto geleistet werden.

6.6 Alle vom Auftragnehmer berechneten Honorare und sonstigen Entgelte verstehen sich zuzüglich der jeweils bei Vertragsabschluss geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuer, soweit nicht schriftlich eine andere Vereinbarung getroffen wurde.

7. Vorzeitige Vertragebeendigung
7.1 Wird ein erteilter, aber noch nicht begonnener Auftrag aus Gründen, die nicht vom Auftragnehmer zu vertreten sind, nicht ausgeführt, so kann der Auftragnehmer - ohne dass es eines Schadensnachweises bedürfte - ein Ausfallhonorar in Höhe von mindestens 50% des vereinbarten Honorars berechnen, wobei die Geltendmachung eines darüber hinausgehenden Schadens durch den Auftragnehmer ausdrücklich unberührt bleibt.

7.2 Wird ein bereits angefangener Auftrag aus von dem Auftragnehmer nicht zu vertretenden Gründen nicht fertiggestellt, so steht dem Auftragnehmer 80% des Honorars zu. Als angefangen gilt ein Auftrag, wenn mit der vertraglich geschuldeten Leistung von dem Auftragnehmer begonnen wurde.

7.3 Wird ein Auftrag im Stadium der Produktion/ Mixing/Mastering aus von dem Auftragnehmer nicht zu vertretenden Gründen nicht fertiggestellt, so steht dem Auftragnehmer 100% des Honorars zu.

7.4 Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis offen, ein Schaden sei überhaupt nicht entstanden oder wesentlich niedriger.

8. Eigentumsvorbehalt
Bis zur vollständigen Bezahlung aller Forderungen aus dem Vertrag verbleiben das Eigentum an den die Werkaufnahme verkörpernden Tonträgern sowie sämtliche Rechte an alle im Rahmen des Auftrages erstellten Kompositionen bei dem Auftragnehmer. Entsprechendes gilt hinsichtlich der Nutzungsrecht an den im Rahmen des Vertrages abgelieferten Materialien; bis zur vollständigen Bezahlung aller offenen Forderungen aus dem Vertrag ist der Auftraggeber also nicht berechtigt, derartige Materialien in irgendeiner Form zu verwenden bzw. durch Dritte verwenden zu lassen. Bei vertragswidrigem Verhalten des Auftraggebers ist Auftragnehmer berechtigt, die Werkaufnahme zurück-zuverlangen. In der Zurücknahme sowie in der Pfändung der Vorbehaltsache liegt kein Rücktritt vom Vertrag.

9. Haftung
9.1 Im Falle der Heranziehung Dritter verpflichtet sich der Auftragnehmer, dass durch eine Beauftragung von Erfüllungsgehilfen dem Auftraggeber keine Nachteile entstehen und insbesondere den Erfüllungsgehilfen alle Pflichten aus diesen AGB auferlegt werden und er für deren Leistungserfolg haftet.

9.2 Gehen Kompositionen trotz größter Sorgfalt des Komponisten unter, ohne dass er dies zu vertreten hat, so berührt dies seinen Honoraranspruch nicht; er ist in diesem Fall zur Ersatzbeschaffung zu einem vom Auftraggeber zu zahlenden Selbstkostenpreis verpflichtet, es sei denn, dass der Auftraggeber den Untergang zu vertreten hat.

10. Schlussbestimmungen
Erfüllungsort aller Verpflichtungen aus dem Vertragsverhältnis ist für beide Teile der Geschäftssitz des Auftragnehmers: Berlin.
Das gleiche gilt hinsichtlich des ausschließlichen Gerichtstandes für sämtliche Ansprüche aus dem Abschluss und der Durchführung dieses Vertrages, sofern nicht gesetzlich ein anderer Gerichtsstand zwingend vorgeschrieben ist.
Bei Teilnichtigkeiten einer Bestimmung dieser Geschäftsbedingungen bleiben die übrigen Bedingungen wirksam; an die Stelle der nichtigen Bedingungen tritt eine Bestimmung, die der Branchenüblichkeit am nächsten kommt.